Den Intimbereich als Frau richtig rasieren

Auch wenn „Natur pur“ langsam aber sicher wieder etwas mehr in Mode kommt, die meisten Frauen und auch Männer mögen es eher glatt. Schnittverletzungen sind eher selten und meist absolut harmloser Natur, dennoch ist es sinnvoll, mit Vorsicht an die Rasur im Schambereich zu gehen. Da die Haut dort sowohl beim Mann als auch bei der Frau sehr empfindlich ist und leicht mit Irritationen wie Hautrötungen und Pickeln reagiert, hier unsere Tipps für die perfekte Rasur:

  • Scharmhaare sind relativ lang. Gerade bei einer erstmaligen Rasur im Schambereich ist daher eine gute Vorarbeit unerläßlich. Hautreizungen entstehen vor allem bei der Naßrasur, je häufiger eine Hautpartie bearbeitet werden muss und je fester der Druck, desto mehr wird die Haut belastet. Zudem verstopfen lange Haare die sehr eng beieinander stehenden Klingen von Naßrasierern, was das Vorhaben unnötig verkompliziert. Das Zauberwort heißt Trimmen, je kürzer die Haare vor der Naßrasur, desto einfacher und mit weniger Zügen gestaltet sie sich. Hier leistet ein handelsüblicher Langhaarschneider (trocken, ohne Rasierschaum, Haare nicht angefeuchtet) gute Dienste, entweder mit dem Aufsatz auf der niedrigsten Stufe oder ohne Aufsatz. Letzteres erfordert etwas Fingerspitzengefühl, gerade im Bereich der Schamlippen und Hoden. Finger weg von Scheren!
  • Im Gegensatz zum Langhaarschneider arbeitet ein Naßrasierer bei feuchten, weichen Haaren effektiver. Vor dem Einschäumen mit Rasierschaum sollten der Schambereich gut mit Wasser angefeuchtet werden, am einfachten geht das unter der Dusche. Idealerweise mit etwas kühlerem Wasser, das beruhigt gleichzeitig Irritationen durch das vorangegangene Trimmen und strafft die Haut.
  • Nicht mit Rasierschaum sparen, insbesondere bei Herrenrasierern ohne Gelkissen für bessere Gleitfähigkeit, die für die Rasur im Intimbereich nicht optimal sind. Ob Rasiergel oder Rasierschaum, ob Produkt für Männer oder Frauen, bleibt jedem selbst überlassen, alle haben eine gute Gleitfähigkeit. Für Anfänger ist Gel tendenziell besser geeignet, weil es die Sicht auf den gerade rasierten Hautbereich weniger verdeckt.
  • Um Pickel zu vermeiden, immer in Wuchsrichtung der Haare rasieren. Ein Naßrasierer richtet die Haare leicht auf und zieht sie vor dem Abtrennen minimal noch oben. Wird gegen den Strich rasiert, werden die Haare dadurch ein winziges Stück unterhalb der Hautoberfläche abgetrennt. Beim Herauswachsen besteht dann die Gefahr der Pickelbildung. Halb so wild, die Pickelchen treten gerade bei der ersten Rasur fast immer auf, jucken aber oft etwas und sind optisch wenig ansprechend. Entscheidend für den Erfolg ist eine scharfe Rasierklinge, dann bleiben trotz Rasur in Wuchsrichtung auch keinerlei Stoppeln zurück. Bleiben kleine Stoppeln zurück, ist das entweder ein Zeichen für den falschen Rasierer oder stumpfe Klingen.
  • Niemals Rasierer mit „Protector Klingen“ verwenden. Diese Rasierer haben winzige querlaufende Bügel über den Klingen, die Verletzungen verhindern sollen. In der Theorie nett, in der Praxis sorgen diese Rasierer für ein schlechtes Ergebnis, die Reinigung ist durch Haare die sich zwischen Klinge und Schützbügeln einklemmen unnötig kompliziert. Mit Vorsicht und etwas Geduld sind Verletzungen auch mit normalen Naßrasierern so gut wie ausgeschlossen.
  • Die Hautpartien die gerade rasiert werden sollten möglichst glatt sein, also immer straff ziehen. Das gilt bei Frauen insbesondere bei den äußeren Schamlippen sowie dem Übergang zu den inneren Schamlippen, wo sich gerne ein paar Haare verstecken. Für Männer gibt es einen sehr effektiven Trick: Den Hoden mit kaltem Wasser abduschen, dann zieht sich die Haut von selbst zusammen und die Rasur ist viel konfortabler möglich als bei einem schlaffen Hodensack.
  • Reste von Rasierschaum unbedingt abwaschen und nicht nur wegwischen, sie reizen die Haut unnötig. Zur Nachbehandlung empfielt sich ein „After Shave“ Produkt ohne Alkohol oder eine normale Feuchtigkeitslotion. Vorsicht bei Bodylotions mit hohem Fettanteil, sie fördern die Pickelbildung.
  • Anfangs empfielt es sich, nach der Rasur einige Stunden oder besser einen Tag mit dem Sex oder Oralverkehr zu warten. Körperflüssigkeiten wie Speichel, Sperma und Vaginalsekret, kombiniert mit Reibung, irritieren die durch die Rasur ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogene Haut und erhöhen das Risiko der Bildung von Pickelchen. Nach einiger Zeit gewöhnt sich die Haut an die regelmäßige Rasur, aber Anfänger sollten diesen Rat, auch wenn es schwer fällt, beherzigen. Wenn die Haut hinterher juckt und brennt, vergeht schnell die gerade entdeckte Lust an der Intimrasur.
  • Vorsicht bei der Rasur im Bereich des Damm und Anus. Für ein optisch rundes Ergebnis schön, aber einwachsende Haare verkapseln sich hier gerne zu Furunkeln (große, tiefsitzende Pickel). Auch die am Anus recht häufig vorkommenden externen Hämorrhoiden werden durch eine Rasur schnell verletzt, was zu unangenehmen Entzündungen und Blutungen führen kann. Anfangs kann ein Spiegel gute Dienste leisten, führt zwar zu gewissen Verrenkungen, aber blindes Rasieren ist für Anfänger besonders verletzungsträchtig.

Ist Oralverkehr ungesund oder gefährlich?

Auch wenn Oralverkehr eine schöne Art ist den Partner zu beglücken, sollte im Falle häufig wechselnder Partner oder auch unbekannter Partner das Thema Gesundheit nicht zu kurz kommen. Mit den Gefahren von Oralsex und möglichen Krankheiten und Infektionen setzt sich niemand gerne auseinander, doch auch wenn die Risiken gering sind, es gibt sie.

Eine der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten überhaupt, mit etwa 300.000 Neuinfektionen jedes Jahr in Deutschland (siehe Deutsches Ärzteblatt) sind Chlamydien, gammanegative Baktierien die eine erstaunliche Überlebensfähigkeit haben, sehr ansteckend sind und mit Antibiotika behandelt werden müssen. Resistenzen gibt es aber kaum, wegen der ausgeklügelten Vermehrungsstategie des Erregers muß aber teils über mehrere Wochen behandelt werden.

Chlamydien können prinzipiell, wenn auch in der Praxis sehr selten, durch Oralverkehr übertragen werden (siehe Informationsportal der BZgA) und sich in der Mundschleimhaut ansiedeln. Die Übertragungswahrscheinlichkeit ist dabei von Mann zu Frau tendenziell höher als umgekehrt. Dieser Übertragungsweg ist im Gegensatz zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr nur für einen kleinen Bruchteil der Neuinfektionen verantwortlich, auszuschließen ist das Risiko aber nicht gänzlich.

Gonokokken, die Erreger der oft als Tripper bezeichneten Gonorrhö, können bei aktiver Infektion eines Partners sehr leicht übertragen werden, selbst eine Schmierinfektion beim bloßen Berühren der eigenen Geschlechtsteile und der des Partners ist möglich. Eine Besiedlung der Mundschleimheit und Übertragung auf diesem Wege ist möglich. Im Gegensatz zu Chlamydien verläuft die Infektion nur selten unbemerkt, so daß diese Erkrankung seltener ist und primär bei sexuell stark aktiven Männern und Frauen mit sehr häufigen Partnerwechseln in kurzer Folge auftritt. Tripper kann mit Antibiotika behandelt werden, wobei der Keim gegen viele Präparate immun ist und daher meist Präparate der neusten Generation zur Therapie eingesetzt werden.

Eine Übertragung von HIV, dem Virus das für AIDS verantwortlich ist, ist beim Oralsex weitestgehend ausgeschlossen. Einzig möglicher Übertragungsweg ist, wenn Sperma oder Blut in den Mund der Partnerin oder des Partners gelangt, (siehe Informationsportal der BZgA). Belastbare oder überhaupt nachvollziehbare Statistiken, Studien oder Berichte über Infektionen mit HIV via Oralsex existieren nicht, die mögliche Übertragung stützt sich auf theoretische Berechnungen anhand der Viruslast in bestimmten Körperflüssigkeiten und Vergleich mit dem klassischen Übertragungsweg per Geschlechtsverkehr.

Ebenso kann davon ausgegangen werden, dass Candida Pilzinfektionen in aller Regel nicht auf oralem Wege übertragbar sind. Rein theoretisch ist eine indirekte Candida Infektion im Mund (Soor) möglich, bei einem gesunden Immunsystem und wenn die Mundflora nicht z.B. durch starke Antibiotikagaben geschwächt ist, dürfte hier das Risiko aber nahe Null liegen.

Insgesamt läßt sich sagen: Das Risiko der Infektion mit sexuell übertragbaren Erkrankungen ist beim Oralverkehr vielfach geringer als beim Geschlechtsverkehr, allerdings nicht auszuschließen. Bei neuen und unbekannten Partnern oder häufig wechselnden Partnern ist daher ein Schutz wie z.B. über Kondome ratsam. Gerade im Falle von sehr infektiösen Erkrankungen wie Gonorrhö besteht aber immer ein geringes Restrisiko, der beste Weg außerhalb einer langfristigen Partnerbeziehung auf Nummer sicher zu gehen ist daher ein Test beider Partner auf die gängisten sexuell übertragbaren Infektionen. In modernen Labors und bei speziellen Laborärzten ist dafür heute lediglich eine Blut- und Urinprobe nötig, was den unangenehmen Abstrich der Schleimhäute erspart. Diese finden sich in der Regel in jeder großen Stadt. Die Ergebnisse erhält man dort meist schon binnen 24 Stunden.

Was ist Candida Albicans?

Candida Albicans ist ein Hefepilz und gehört zur Ordnung der sogenannten echten Hefen, der Saccharomycetales und ist, man mag es kaum glauben, ein entfernter böser Verwandter der Backhefe, die natürlich nicht infektiös für den Menschen ist.

Kaum ein Mensch, dessen Darm, Mund und Genitalbereich keine nachweibare aber harmlose Besiedlung mit diesem Pilz aufweist, Schätzungen gehen von etwa 75% der Weltbevölkerung aus. Zum Problem wird er nur dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder etwa unter der Behandlung mit Antibiotika, plötzlich eigentlich „gute“ Bakterien die die Ausbreitung von Pilzen im Zaum halten, mit abgetötet werden.

Dementsprechend ist das Multitalent unter den potentiell krankheitsauslösenden Pilzen auch für den Löwenanteil aller Pilzinfektionen verantwortlich, egal ob Mundpilz (Soor), Scheidenpilz, Darmpilz, Penispilz, Candida albicans fühlt sich überall dort wohl, wo es feucht und warm ist.

Wirklich gefährlich ist Candida albicans nur selten, Pilzbefall in Mund und Scheide wird meist schnell bemerkt, ist optisch sehr auffällig und unangenehm bis schmerzhaft.

Ausnahme ist hier der verstärkte Befall im Darm, wenig eindeutige Symptome sorgen oft dafür, daß Darmpilz Infektionen lange verschleppt werden, die Erkrankten und ihre Beschwerden teils nicht wirklich ernst genommen werden. Im schlimmsten, wenn auch sehr seltenen Fall, kann es zur sogenannten systemischen Candidose kommen, einem Befall innerer Organe. Auf den Seiten der Deutschen Candida Hilfe e.V. finden sich hierzu lesenwerte und erschreckende Berichte von Betroffenen. Panik und Selbstdiagnose sind aber immer fehl am Platz, denn solche schlimmen Krankheitsverläufe sind eine große Ausnahme und betreffen v.a. Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem, wie einige Fachartikel im Deutschen Ärzteblatt verdeutlichen. Im Zweifel sollte ein Gastroenterologe, ein auf den Darm und Verdauungstrakt spezialisierter Arzt, aufgesucht werden.

Vaginalpilz Ursachen und Symptome

Was sind die Ursachen vaginaler Pilzinfektionen?

Scheidenpilze wie der sehr verbreitete Hefepilz Candida albicans sind die häufigsten Infektionen im weiblichen Genitalbereich, noch weit vor bakteriellen Erkrankungen. Bei Pilzen spricht man auch von Kandidosen (von Candida) bzw. Mykosen (griechisch: mykes, der Pilz). Bei einem gesunden und stabilen sauren Milieu haben diese Erreger kaum eine Chance, dank einer Heerschar an Milchsäurebakterien, auch Laktobazillen genannt, die ein lebensfeindliches Umfeld für Keime schaffen. Dennoch sind sie allgegenwärtig, man findet Candida Pilze im menschlichen Darm, auf der Haut und auch in der Vagina.

Leider ist dieses Milieu sehr störanfällig, sei es durch eine Trockenheit der Scheide in der Menopause, einen gestörten Hormonhaushalt durch Einnahme der Antibabypille oder einfach nur Streß und ein dadurch gestörtes Immunsystem. Sobald sich die Lebensbedingungen der Pilze verbessern, vermehren sich diese kleinen Überlebenskünstler schlagartig, es kommt zu einer Infektion. Da die Hefepilze in aller Regel bereits vorher in der Scheide vorhanden waren, spricht man auch von einer endogenen Infektion. Eine exogene Infektion durch einen infizierten Geschlechtspartner ist nur indirekt möglich, Scheidenpilz ist keine klassische sexuell übertragbare Geschlechtskrankheit und keinesfalls ein Indiz für Untreue des Partners!

Ins Reich der Sagen und Mythen gehören oft von Generation zu Generation weitergegebene Spekulationen über angebliche Ursachen und Infektionswege, z.B.: Unsaubere Toilettenbrillen, Türgriffe oder das Schwimmbad.

Wieviele Frauen sind von Vaginalmykosen betroffen?

Aktuelle Statistiken sagen, daß 75% aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben unter Scheidenpilz leiden, viele davon auch mehrfach. Für die Stabilität des Scheidenmilieus spielt auch die Veranlagung eine große Rolle, es gibt Frauen die enorm häufig betroffen sind, andere selten bis nie. Pilzinfektionen sind keinesfalls ein Hinweis auf mangelnde Intimhygiene und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen! Je eher der Pilz behandelt wird, desto schneller ist eine Heilung möglich.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Scheidenpilz Infektion?

Bei einer zu starken Vermehrung von Hefepilzen in der Scheide und auf den Schamlippen kommt es zu sehr charakteristischen Symptomen. Die Anzeichen für Vaginalpilz sind:

  • Juckreiz und Brennen, primär im Bereich der kleinen Schamlippen und des Eingangs zur Scheide
  • weißlicher Ausfluss mit Klumpenbildung, weißliche Ablagerungen an den Schamlippen, dickflüssig bis krümelig, oft verbunden mit einem unangenehmen Geruch
  • gerötete und teilweise auch geschwollene Schleimhäute, bei starken Infektionen bis hin zu Rissen in der Haut
  • seltener Bildung von Pusteln oder kleinen Bläschen, die von medizinischen Laien schnell mit Herpes verwechselt werden können

Für eine genaue Diagnose empfiehlt sich immer der Gang zum Gynäkologen, zwar gibt es Pilzcremes rezeptfrei in der Apotheke, zum Ausschluss anderer Ursachen ist der Arztbesuch aber unvermeidbar. Hierbei kann auch ein Abstrich vorgenommen werden, über den die Art der Pilze festgestellt werden kann, wie Eingangs erwähnt ist das fast immer Candida albicans oder einer seiner nahen Verwandten. Alternativ gibt es auch Selbsttests wie VagiQUICK von der NanoRepro AG für zu Hause, die binnen 10 Minuten für Klarheit sorgen. Dieser Test ist sehr genau, ist er aber negativ, bleibt einem der Gang zum Arzt zur Abklärung einer bakteriellen Infektion nicht erspart.

Hefepilze können auch den Darm befallen, die Symptome sind hier ganz ähnlich, im ungünstigsten Fall können Scheidenpilz und Darmpilz auch gleichzeitig auftreten, wenn das Immunsystem stark geschwächt ist.

Wie wird Scheidenpilz behandelt?

Zur Behandlung von Pilz im Intimbereich kommen antimykotische Cremes, Salben und Zäpfchen zum Einsatz, bekannte Präparate sind z.B. Canesten Gyn, Kadefungin 3, Antifungol Hexal, alle mit dem Wirkstoff Clotrimazol. Dieses Breitspektrum-Antimykotikum (nicht zu verwecheln mit einem Antibiotikum gegen Bakterien) wirkt gegen eine Vielzahl von Hefepilzen. Resistenzen gegen das Mittel gibt es so gut wie keine, die Heilungsrate liegt im Schnitt bei knapp 90%, gegen ruhende Sporen der Pilze ist der Wirkstoff aber machtlos. Leider ist Clotrimazol recht aggressiv, wie heißt es so schön: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Zur Akutbehandlung sind solche Präparate zweckmäßig und empfehlenswert, allerdings besteht auch die Gefahr, sich in einen gewissen Teufelskreis von Pilzinfektion, Pilzbekämpfung, Wiederaufbau der Scheidenflora, nächster Pilzinfektion zu begeben.

Statt immer wieder zu schmieren und zu cremen, gibt es auch natürliche Ansätze wie die 5 Schritte Methode „Schluss mit Pilzinfekten“. Es handelt sich hierbei um ein klinisch erforschtes System zur dauerhaften und wirksamen Bekämpfung und Vermeidung von Kandidosen, das bereits tausenden von Frauen weltweit geholfen hat, gerade bei immer wiederkehrenden Infektionen. Ganz ohne chemische Keule, ständigem Einsatz von Cremes mit potentiellen Nebenwirkungen, auf natürlichem und schonendem Wege, trotzdem mit recht schneller Wirkung.

Hierbei ist wichtig sich vor Augen zu führen: Hefepilzinfektionen sind immer ein Zeichen dafür, daß etwas im Körper im Ungleichgewicht ist, das Immunsystem nicht so arbeitet wie es sollte. Statt nur den Pilz von außen zu bekämpfen ist es weit effektiver, zusätzlich die tiefer liegenden Probleme zu beheben um so wiederkehrenden Scheidenpilz Infektionen vorzubeugen.

Kann Scheidenpilz weiterreichende Gesundheitsschäden verursachen?

Auf Foren finden sicher allerlei Gerüchte und Spekulationen, welche langfristigen Folgen eine unbehandelte Candida Infektion der Scheide haben kann. Im Regelfall sind keine Langfristschäden zu erwarten, was den Pilz aber nicht weniger unangenehm macht. Zudem können Viren und Bakterien leichter in kranke und entzündete Scheimhäute eindringen, so daß eine bestehende Scheidenpilz Infektion das Risiko sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten wie Chlamydien, Tripper oder gar HIV zu infizieren beim Verkehr mit einem mit diesen Erregern infizierten Sexualpartner erhöhen kann.

Scheidenpilz führt auf Dauer, auch bei einer chronischen Infektion, normalerweise nicht zu Komplikationen. Anders verhält es sich beim durch den gleichen Pilz ausgelösten Darmpilz Infektion, die im Extremfall zu einem Befall innerer Organe und sogar einer Sepsis führen kann. Derart extreme Fälle/Verläufe sind aber auch extrem selten, eine Abklärung beim Arzt ist dennoch niemals verkehrt, denn im Gegensatz zum von den Symptomen sehr charakteristischen Scheidenpilz verursacht der Darmpilz meist allerlei diffuse Symptome wie Blähungen, Durchfall, u.ä. die schnell falsch zugeordnet werden und eine schnelle und sichere Diagnose erschweren.

Scham vor einem Besuch bei Gynäkologen oder Urologen ist vollkommen unangebracht, im Zweifel gilt wie bei allen gesundheitlichen Problemen: Lieber einmal zuviel zum Arzt, als einmal zu wenig!

Wie kann ich Scheidenpilz vorbeugen?

Eine perfekte Prävention gibt es nicht, ein gesundes Immunsystem und eine Anpassung der Ernährung können aber das Risiko entscheidend mindern. Ob zuckerhaltige Nahrungsmittel wirklich dem Wachstum von Hefepilzen und Pilzinfektionen bei Frauen Vorschub geben, ist unter Experten immer noch umstritten, obwohl diese Theorie oft vertreten wird. Klinische Studien liefern hier keine eindeutigen Ergebnisse.

Weitere hilfreiche vorbeugende Maßnahmen:

  • Atmungsaktive Kleidung und vor allem Unterwäsche tragen, Baumwolle ist ideal, da sie atmet und gleichzeitig Feuchtigkeit aufnimmt. Gerade im Sommer kann Unterwäsche aus Kunstfasern durch das Anstauen von Feuchtigkeit das Wachstum von Pilzen begünstigen. Für sportliche Betätigung ist Funktionsbekleidung ideal, da diese die durch Schwitzen entstehende Feuchtigkeit nach außen leitet und so den Feuchtgkeitsstau vermeidet.
  • Pilzsporen können sehr lange und unwirtlicher, trockener Umgebung überleben. Daher sollte Unterwäsche soweit möglich bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, erst dann sterben die Sporen ab. Bei empfindlicher Unterwäsche ist Hygienespüler (z.B. Sagrotan Wäsche Hygienespüler) statt Weichspüler eine gute Wahl. Ideal ist auch die gute alte Chlorbleiche, die aber nur für weiße Wäsche geeignet ist, weil auf farbiger Wäsche dauerhafte Bleicheflecken entstehen können.
  • Übertriebene Intimhygiene vermeiden. Das normale Milieu der Scheide verträgt durchaus auch eine Reinigung des Intimbereichs mit Seife oder Duschgel, allerdings in Maßen. Nur Wasser wäre am sichersten, auch wenn das sicher nicht den Hygienevorstellungen der meisten Frauen entspricht. Es gibt auch spezielle Ph-neutrale Seifen oder Waschgels für den Intimbereich, die besonders schonend und dennoch gründlich reinigen.
  • Man mag es nicht glauben, weil schon Kindern beigebracht wird, daß man auf der Toilette den Popo immer von vorne/unten nach hinten/oben abwischt, aber der Vollständigkeit halber: Lieber ein paar Blatt mehr und nicht in die falsche Richtung.
  • Toys für intime Momente sollten unbedingt nach jeder Benutzung gründlich gereinigt und desinfiziert werden, sie werden sonst dauerhaft zum Tummelplatz für Pilze und Bakterien aller Art. Am besten eigenen sich hierfür spezielle Reinigungsmittel die Pilze effektiv abtöten und gleichzeitig die teils empfindlichen Materialien nicht beschädigen oder porös machen.
  • Während der Periode sollen keine Binden oder Slipeinlagen verwendet werden, diese führen ebenfalls zum Feuchtigkeitsstau, der perfekte Wachstumsbedingungen für die Hefepilze schafft. Besser sind Tampons, um Reizungen vorzubeugen hier aber lieber normale oder kleinere verwenden, wenn die Blutung am abklingen ist.
  • Präparate mit Milchsäurebakterien verwenden, falls angebracht. Mit einem Test aus der Apotheke (Testhandschuh) läßt sich schnell und unkompliziert der Ph-Wert in der Scheide ermitteln, dieser Test ist identisch mit dem vom Frauenarzt. Liegt der Ph-Wert über dem Grenzwert von 4,5, kann er mit Hilfe von Milchsäurezäpfchen, -tabletten oder -gels die in die Vagina eingeführt werden reguliert werden. Die entsprechenden Produkte sind frei verkäuflich in jeder Apotheke erhältlich, oft auch in Kombipackungen zur Pilzbehandlung enthalten.
  • Sport oder Sauna stärken langfristig das Immunsystem und sind generell gesund. Während einer aktiven Infektion sollte aber übermäßige körperliche Belastung vermieden werden, das Schwitzen ist dann nicht nur besonders unangenehm, sondern sorgt auch zusätzlich für eine Belastung der Schleimhäute der Scheide.
  • Schimmen bevorzugt in Salzwasser oder Süßwasser, das Chlor im Schwimmbad tötet zwar Pilze ab, trocknet die Schleimhäute aber stark aus und kann auch bei Frauen mit empfindlicher Scheidenflora den Grundstein für weitere Infektionen legen.

Was muß ich bei Scheidenpilz in der Schwangerschaft beachten?

Leider treten Infektionen mit Intimpilzen im Rahmen einer Schwangerschaft statistisch gesehen besonders häufig auf, da sich die Schleimhaut in der Vagina verändert und die Zellen dort mehr Zucker produzieren. Das wiederum verbessert die Wachstumsbedingungen für Pilze ganz erheblich.

Von einer Behandlung mit Clotrimazol im ersten Trimester der Schwangerschaft wird auf Grund einer möglichen embryotoxischen Wirkung teilweise abgeraten, wobei Studien beisher keine teratogene Wirkung nachweisen konnten. Grundsätzlich gilt in der Schwangerschaft: Nie auf eigene Faust behandeln, auch nicht mit Hausmitteln, sondern immer den Rat eines Frauenarztes suchen! Vorzugsweise sollte das der Arzt sein, der auch die Schwangerschaft betreut.

Auf jeden Fall verzichtet werden sollte auf den Einsatz von Applikatoren zum Einbringen von Vaginaltabletten in die Scheide, da diese ein wesentlich tieferen Eindringen als beim Einführen mit einem Finger erlauben.

Oralsex lernen – Richtiges Blasen und Perfektes Lecken

In den letzten Jahrzehnten wird mit dem Thema Sexualität in den Medien zwar immer offensiver umgegangen und weniger tabuisiert, doch wirklich ehrlich über Sex geredet wird in den meisten Beziehungen wenn überhaupt, dann nur selten. So ist es kein Wunder, daß zwar für viele Paare Blasen und Lecken zwar laut Umfragen mindestens genauso wichtig ist wie Geschlechtsverkehr, je nachdem welche Statistiken man heranzieht, bevorzugen sogar bis zu 40% aller Männer und Frauen Oralsex. Die Mißverständnisse und Mythen die sich darum ranken sind aber immer noch groß.

Wie ein guter Blowjob oder das optimale Fellatio wirklich funktionieren, wie sich die eigene Technik mit den richtigen Tricks auf ein geradezu weltmeisterliches Niveau verbessern läßt, weiß kaum jemand. Frauen besprechen vieles mit der besten Freundin, Männer mit dem besten Kumpel, aber wann haben Sie das letzte Mal über Oralverkehr gesprochen? Wahrscheinlich nie, denn diese Wissenslücke ist den meisten einfach peinlich.

Kann man beim Oralsex viel falsch machen?

Wer schon einige Partner hatte, hat mit Sicherheit schon eine Technik entwickelt, die für eine gewisse Begeisterung sorgt. Das bedeutet aber keineswegs, daß es nicht noch so einiges zu lernen gäbe, was für absolut berauschende Orgasmen sorgen kann. Natürlich sind jede Frau und jeder Mann verschieden, primär geht es darum sich auf das Gegenüber einzustellen, aber rein physiologisch sind die Unterschiede von Frau zu Frau und Mann zu Mann dann doch sehr klein. Es gibt einfach Tricks und Kniffe, die zu 100% für einen langfristig bleibenden Eindruck sorgen. Aus einem Blowjob oder Cunnilingus unter vielen wird so der beste Oralsex und Orgasmus aller Zeiten. Und ja, das läßt sich für jedermann lernen.

Wie genau kann ich perfektes Blasen und Lecken lernen?

Im Internet finden sich auf einer Vielzahl von Foren allerlei Diskussionen zu Thema, in denen sich mehr oder weniger hilfreiche Ratschläge gibt. Manches davon ist empfehlenswert, oft hat man aber den Eindruck, daß dort Unwissende versuchen anderen Unwissenden wenig zweckmäßiges Halbwissen zu vermitteln. Das soll keineswegs abschätzing klingen, aber die echten Geheimnisse und auch die Fettnäpfchen die eher für Frust als Lust sorgen, kennen die wenigsten. Wenn, sollte man von den besten lernen!

Wer wirklichen Expertenrat sucht, der unter anderem auf jahrelanger Forschung und unzähligen befragungen auf diesem Gebiet beruht, ist bei den Ratgebern Blow by Blow, im Deutschen „Die Kunst des Blowjobs – Expertentipps für atemberaubende Blowjobs“ und Lick by Lick, auf Deutsch „Die Kunst des Oralsex – wie Sie jede Frau verwöhnen“ des US Starautors Michael Webb genau richtig. Der Guru für Oralverkehr ist in den USA vielfach im Fernsehen bei CBS, ABC, NBC und Fox News aufgetreten, wurde sogar von Oprah interviewt und ist bekannt aus renommierten Magazinen wie „Mens Health“, „Cosmopolitan“, „Womens World“, „Brides“, „New Men“. Seine Bücher, die nur in elektronischer Form zum Download erhältlich sind, gelten als Standardwerke und Referenz in ihrem Bereich, wurden in viele Sprachen übersetzt und sind seit einiger Zeit auch auf Deutsch erhältlich.

Ist es schwierig, die optimale Technik beim Oralverkehr zu erlernen?

Nein, hier gilt wie bei vielen Dingen: Gewußt wie! Es geht weniger um abenteuerliche Verrenkungen mit der eigenen Zunge oder komplizierte Übungen, sondern z.B. um gezieltes Wissen über die einzelnen erogenen Zonen von Penis und Vagina, wie diese im Detail am besten stimuliert werden, welche Reihenfolge der Stimulation für die höchste Luststeigerung sorgt und vieles mehr. Daher sind diese Techniken auch für jede Frau und jeden Mann erlernbar, egal ob 18 oder 99. Alles wird Schritt für Schritt und einfach verständlich erklärt.

Warum ein eBook und kein gedrucktes Buch?

Michael Webb hat sich für diese Form der Distribution entschieden, da sie am diskretesten ist und peinliche Momente an der Kasse der Buchhandlung erspart. Stellen Sie sich vor, Sie stünden an der Kasse und treffen plötzlich Bekannte, Nachbarn, wen auch immer. Das digitale Buch kann auch jedem PC gelesen werden und steht sofort zum Download bereit. Auf dem Kontoauszug taucht nur ganz diskret der Name eines großen Abrechnungsunternehmens auf, der keinen Rückschluss darauf zulassen, was genau Sie gekauft haben.

Wo kann ich die Bücher bestellen?

„Die Kunst des Blowjobs“ für perfektes Blasen gibt es hier, „Die Kunst des Oralsex“ für optimales Lecken gibt es hier. Beide Werke haben einen Umfang von jeweils 80 Seiten voll mit allen Informationen, die Sie schon immer haben wollten. Bringen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin zum staunen, sorgen Sie für bisher nie so erlebte intensive Orgasmen und bringen Sie frischen Wind in Ihr Liebesleben. Es lohnt sich!

6 Tipps für den perfekten Blowjob

1. Darüber reden und/oder auf die Reaktionen des Partners achten. Klingt banal, aber so unterschiedlich die Männer, so unterschiedlich die Vorlieben. Der eine bevorzugt eher den zärtlichen Blowjob mit viel lecken und sehr sanften Bewegungen, der andere eher den härteren Deep Throat (=tiefe Kehle, nur für Fortgeschrittene mit wenig ausgeprägtem Würgreiz). Der eine mag Handeinsatz, der nächste nicht. Was gerade bevorzugt wird, hängt oft an Stimmung und Tagesform.
2. Langsam starten und nicht zu sehr Gas geben. Ist Mann noch nicht stark erregt oder voll eregiert, kommt es schnell zu einer Überstimulation der empfindlichen Eichel, die eher unangenehm ist.
3. Viel Spucke ist erlaubt, die meisten Männer bevorzugen sehr nasse Blowjobs. Geht dabei etwas daneben oder läuft aus dem Mund, halb so wild, stört nicht.
4. Wenn er möglichst lange durchhalten soll, kleine Pausen einlegen. Am relativ unempfindlichen Schaft entlanglecken, die Hoden liebkosen. Zudem verstärkt der Wechsel zwischen warmem Mund und kühlerer Luft die Intensität des Gefühls.
5. Wenn er kommt abrupt das Tempo drosseln, damit er seinen Orgasmus genießen kann. Spucken statt Schlucken ist beim Blowjob ohne Kondom durchaus erlaubt, wer ihn aber im entscheidenen Moment aus dem Mund nimmt, bringt seinen Partner aber unweigerlich um ein besonders intensives Erlebnis.
6. Kondome schützen, setzen aber auch die Empfindlichkeit herab, es darf also ruhig ein bischen fester zur Sache gehen.
7. Nur sehr wenige Männer mögen Zahneinsatz beim Blasen. Unbedingt vermeiden, daß die Zähne über die Eichel steichen, knabbern oder gar beißen sind ebenso tabu.

3 Tipps für perfektes Lecken

1. Auch wenn die Schamlippen recht empfindlich sind, eine wirklich erogene Zone sind sie nicht. Ebenso sorgt die Stimulation des Vaginaleingangs nicht für Hochgefühle. Der Kardinalfehler, die richtige Stelle ist beim Lecken weit mehr als die halbe Miete. Entscheidend ist der Kitzler, der sich recht weit oben versteckt und bei Stimulation anschwillt und mit der Zunge gut tastbar wird. Mit etwas Druck mit der Zungenspitze stimulieren, nicht einfach nur drüberlecken.
2. Wie beim Mann gilt, langsam starten. Der Kitzler ist nicht kitzelig, aber zuviel Stimulation sorgt wie bei der männlichen Eichel eher für einen Abfall der Erregung.
3. Manche Frauen mögen ein ganz sanftes Saugen am Kitzler, wenn sie bereits stark erregt sind, aber Vorsicht, nie zu fest. Der Einsatz von Zähnen ist tabu.

Scheidenpilz Hausmittel und Medikamente

Viele Frauen bevorzugen alternative, natürliche Methoden zur Behandlung schon Scheidenpilz oder greifen auf Hausmittel die meist über Generationen hinweg als Empfehlungen ausgesprochen werden zurück.

Hausmittel gegen Scheidenpilz

  • Essigspülungen: In der Theorie sollen Essigspülungen das saure Milieu der Scheide wiederherstellen und somit das Verhalten der Milchsäurebaktieren imitieren. In der Praxis ist dieses Hausmittel eher gesundheitsgefährdend, denn es gibt keinerlei belegbare Hinweise, daß Essig den Ph-Wert in der Vagina wirksam oder längerfristig senkt. Essig reizt aber definitiv die Schleimhäute und führt so eher zu einer Verschlimmerung der Symptome, ohne nachweisbaren Nutzen. Finger weg, auch wenn dieses Hausmittel früher sehr beliebt war, schadet es mehr als es nützt, die angebliche Wirksamkeit beruht auf einer Fehlannahme.
  • Yoghurt: Yoghurt, über ein Scheidenschwämmchen oder ähnliches eingebracht, soll angeblich das Milieu der Scheide stabilisieren. Obwohl Yoghurt als Nahrungsmittel sicher gesund ist, in der Scheide hat er nichts zu suchen und fördert eher das Wachstum der Pilze, bietet ihnen weiteren Nährboden. Besonders fatal in Kombination mit einem Schwämmchen, das zusätzlich ein ideale Wachstumsbedingungen für Hefepilze (große, feuchte und warme Oberfläche mit Nährstoffen) bietet. Dieses Hausmittel ist als unzweifelhaft gesundheitsschädlich einzustufen.
  • Kräuterbäder: Ein entspannenden Kräuterbad ist für das allgemeine Wohlbefinden sicher absolut empfehlenswert, Hefepilze allerdings lassen Bäder oder Umschläge mit Teebaumöl, Kamille, Salbei oder anderen Kräutern vollkommen kalt. Insbesondere bei ätherischen Ölen ist zusätzliche Vorsicht geboten, da diese Schleimhäute eher reizen. Derartige Bäder sind nicht direkt schädlich, haben aber keinen therapeutischen Nutzen.
  • Scheidenspülungen: Spülungen der Scheide sollen die Pilze ausspülen, die aber sitzen nicht locker auf den Schleimhäuten, somit ist ein Ausspülen unmöglich. Generell ist von Scheidenspülungen eher abzuraten, da sie die Scheidenflora eher schädigen. Faustregel für die Intimhygiene: Nur im Bereich der Vulva, also der primären äußeren Geschlechtsorgane.

Fazit: Alle Hausmittel gegen Scheidenpilz die direkt an oder in der Scheide zum Einsatz kommen sind entweder nutzlos oder verschlimmern das Problem.

Homöopathie gegen Scheidenpilz

Kaum etwas sorgt unter Medizinern und Laien für so viele kontroverse Diskussionen wie die Homöopathie. Die einen führen ins Feld, daß doppelblinde Studien belegen, daß Homöopathie nicht besser wirkt als ein Placebo (Scheinmedikament ohne Wirkstoff), die anderen geben an, der Wirkstoff müsse im Endprodukt nicht wissenschaftlich nachweisbar vorliegen um als geistartige Kraft wirken zu können.

Egal ob man an Homöopathie glaubt oder nicht, sie sollte niemals als Ersatz für Antibiotika oder Pilzmittel sondern als ergänzende Behandlung gesehen werden, zumindest dann wenn es um die Behandlung von Infektionserkrankungen geht. Als effektive Zusatzbehandlung wird auf einschlägigen Seiten und Foren oft das homöopathische Produkt „Candidate“ von Native Remedies beschrieben, das auch von den Kundenbewertungen her gut abschneidet.

Ebenso völlig natürlich ist Multi-Gyn FloraPlus, das die körpereigenen Laktobazillen ohne Antimykotika oder Milchsäure sanft fördert. Auch hier finden sich viele positive Bewertungen, allerdings auch negative Stimmen, die Homöopathie zur Therapie einer akuten Infektion eher kritisch sehen.

Das ist auch nicht unrichtig: Bei Scheidenpilz spielt die Homöopathie ihre Vorteile eher in der langfristigen Vermeidung und Stabilisierung des Immunsystems aus als in der Akutbehandlung.

Medikamente gegen Scheidenpilz

Zur Behandlung vaginaler Mykosen durch Hefepilze kommen Präparate mit dem Wirkstoff Clotrimazol zum Einsatz. Dieser Wirkstoff wird von einer Vielzahl von Hersteller in unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten, meist als Kombinationstherapie aus Creme und Vaginaltabletten:

  • Fungizid-ratiopharm von der ratiopharm GmbH
  • KadeFungin von der Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH
  • Clotrimazol Aristo von der Aristo Pharma GmbH
  • Canesten Gyn von der Bayer Vital GmbH
  • Mykohaug von der betapharm Arzneimittel GmbH
  • Vagisan Myko von der Dr. August Wolff GmbH & Co.KG Arzneimittel
  • Antifungol Hexal von der Hexal AG

Alle diese Produkte sind kostengünstig, nicht verschreibungspflichtig, sondern nur apothekenpflichtig und in jeder Apotheke und auch den Amazon Marketplace erhältlich.

Des weiteren gibt es die Möglichkeit einer Behandlung mit einer Einmaldosis Fluconazol, z.B. als Diflucan von Pfizer, das oral und nicht vaginal angewendet wird. Neben der bequemen Anwendung hat sich dieser Wirkstoff besonders bei hartnäckigen Pilzinfektionen, die auf die normalen Kombipräparate mit Clotrimazol nicht gut ansprechen, sehr bewährt.

Fluconazol sollte aber zur Sicherheit nicht bei Schwangeren (insbesondere im ersten Trimenon) eingesetzt werden, eine Einnahme in der Stillzeit ist nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen unkritisch.

Dieses Präparat ist leider verschreibungspflichtig und nicht ganz günstig, kann aber über ausländische Medizinportale wie 121Doc aus England (seriöser Anbieter, mehrfach getestet, sehr gut bewertet bei Trustpilot) ganz legal online bestellt werden.

Der Trick hierbei: Nach Beantwortung eines Online Fragebogens mit allerlei Gesundheitsfragen stellt ein in der EU niedergelassener Arzt eine Diagnose und schreibt ein Rezept, das dann direkt bei der angeschlossenen Onlineapotheke eingereicht wird, die daraufhin das Medikament verschickt. Deutsche Apothekenverbände wettern zwar aus Angst um ihr Geschäft gegen dieses System, es ist aber nach EU Recht eindeutig erlaubt, sich auf diesem Wege verschreibungspflichtige Medikamente aus England zu bestellen. Ganz nebenbei auch sehr praktisch, wenn man sich z.B. den Arztbesuch für ein Folgerezept der Pille sparen möchte.

Wer dennoch skeptisch ist, kann natürlich auf Rechnung bezahlen und das Geld erst dann überweisen, wenn das oder die Medikamente auch zu Hause angekommen sind.

Seltener werden auch Produkte mit dem Wirkstoff Fenticonazol und Miconazol eingesetzt. Welches Mittel in welcher Dosierung und mit welcher Behandlungsdauer ideal ist, weiß am besten der Gynäkologe. Eine Selbstmedikation ist natürlich möglich, gerade bei wiederkehrenden und besonders heftigen Pilzinfekten ist ein Gang zum Arzt zur Sicherheit aber immer zu empfehlen. Hier kann auch ein Test durchgeführt werden, ob es sich wirklich um eine Infektion mit Pilzen die mit Antimykotika behandelt werden kann handelt, oder eine (seltenere) bakterielle Infektion, bei der Antibiotika Mittel der Wahl sind und Pilzmittel dementsprechend versagen.

Ganzheitliche Ansätze gegen Scheidenpilz

Ganzheitliche Programme wie „Schluss mit Pilzinfekten„, dem ins Deutsche übersetzen Bestseller „Yeast Infection No More“ von Linda Allen aus Kalifornien, sehen Pilzinfektionen nur als das was sie eigentlich sind: Symptome eines geschwächten Immunsystems und einer fehlenden Balance im Körper. Auf jeden Fall einen Blick wert, denn diesem Ratgeber zu folgen bedeutet nicht nur schnellere Erfolge bei der Akutbehandlung, sondern vor allem auch Folgeinfektionen wirksam vermeiden zu können. Auch wenn Frau der heimischen pharmazeutischen Industrie mit dem Kauf von Medikamenten zur Behandlung von Scheidenpilz sicher einen Dienst erweisen, am besten ist es dauerhaft gegen Pilzinfektionen gewappnet zu sein und gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, wieder zum Arzt und zur Apotheke gehen zu müssen.